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Berufssprache Deutsch » Sprachbildung in der Praxis » Methoden, Strategien und Arbeitstechniken

Methoden, Strategien und Arbeitstechniken

Methoden, Strategien und Arbeitstechniken dienen im Unterricht der bedarfsgerechten, kontinuierlichen und gezielten Anregung und Unterstützung des Lernprozesses. So werden diese von den Schülerinnen und Schülern nach und nach durch die Verknüpfung mit den Inhalten der Kompetenzbereiche erworben (vgl. Bildungsstandards im Fach Deutsch für den Mittleren Schulabschluss, Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 04.12.2003, S. 8). 

Eine eindeutige Zuordnung der angebotenen Beispiele zu den Kategorien Methoden, Strategien oder Arbeitstechniken ist nur im Handlungszusammenhang möglich und sinnvoll. Die kurzen Erläuterungen im Anschluss dienen der Orientierung:

  • Methoden sind Wege zum Ziel. Sie unterstützen die Schülerinnen und Schüler dabei, die geforderten Kompetenzen zu erwerben. Passend dazu wählt die Lehrkraft dann die entsprechende Methode aus.
  • Strategien sind mentale, systematisierte Handlungsabfolgen, um Ziele zu erreichen. Durch Übung erreicht man einen Automatismus, um den Fokus auf die inhaltliche Zielsetzung zu legen.
  • Arbeitstechniken (Arbeitsmethoden) sind die Methoden und Verfahrensweisen, die sich aus dem Produkt bzw. dem Inhalt ergeben. Diese werden von den Schülerinnen und Schülern selbst ausgewählt.

 

 

zum Kompetenzbereich: Lesen – mit Texten und Medien umgehen

Der Umgang mit Fachtexten (Fachtexte lesen, verstehen und nutzen) ist eine zentrale berufliche Handlungskompetenz. Diese stellt Schülerinnen und Schüer oft vor (größere) Herausforderungen. Da die Fachtexte meist aus komplexen Darstellungen bestehen, ist es notwendig, multiple Darstellungen in Dokumenten zu verstehen und zu nutzen. Diese enthalten Texte, Bilder, Diagramme, Tabellen oder andere Arten externer Repräsentationen (z. B. OECD 1995; ARTELT et al. 2001; SCHNOTZ/DUTKE 2004; OECD 2009).

 

Die Schwerpunkte im beruflichen Handlungskontext sind so z. B.:

  • produktorientiertes Lesen
  • funktionales Lesen
  • Lesen mit Handlungsintention
  • zielgerichtete Informationssuche zu vertrauten oder neuen Sachverhalten
  • Nutzen von Gebrauchstexten
  • Umsetzen in Handlungen

Daraus ergeben sich u. a. diese Herausforderungen und Anforderungen:

  • Vorwissen/Weltwissen
  • Wissen über Textmerkmale
  • Wortschatz/Fachwortschatz
  • Lesestrategiewissen
  • Lernstrategiewissen
  • Lesemotivation

Um die Schülerinnen und Schüler beim Lesen zu unterstützen, wird hier ein Lesefahrplan angeboten. Durch diesen können alle Phasen des Leseprozesses angeleitet werden: vor, während und nach dem Lesen. Der Fahrplan kann flexibel eingesetzt und an die Lernergruppe angepasst werden. Die Schülerinnen und Schüler erwerben zudem im Umgang mit dem Lesefahrplan die Arbeittechnik, d. h. ein Lesestrategiewissen, um dieses in weiteren (neuen) Situationen anzuwenden.

Der Lesefahrplan ist als Arbeitsgrundlage für die Hand der Schülerinnen und Schüler konzipiert: Mein Lesefahrplan. Dieser kann sowohl in Fachklassen, z. B. insbesondere in der 10. Jahrgangsstufe, wie auch in Klassen der Berufsintegration eingesetzt werden.

Die folgende Unterrichtseinheit zeigt exemplarisch den Einsatz des Lesefahrplans:

Lagerlogistik, 10. Jahrgangsstufe

 

 

 

Methodenpool für den sprachsensiblen (Fach-)Unterricht

Methoden, Strategien und Arbeitstechniken sind ein zentraler Motor für die Ausbildung von Kompetenzen. Sie fungieren als Instrumente u. a. zur (Binnen-)Differenzierung sowie zur Auswahl geeigneter gestufter Hilfen auf Grundlage des individuellen Sprachförderbedarfs der Schülerinnen und Schüler. 

Das Mercator-Institut für Sprachförderung und Deutsch als Zweitsprache stellt einen Methodenpool für die Gestaltung eines sprachseniblen (Fach-)Unterrichts zur Verfügung. Es werden verschiedene Methoden und Sprachhilfen vorgeschlagen, die sich insbesondere für einen sprachsensiblen (Fach-)unterricht geeignen.

Es wird auf externe Angebote hingewiesen, die aufgrund ihres Inhalts pädagogisch wertvoll erscheinen. Wir bitten jedoch um Verständnis, dass eine umfassende und insbesondere eine laufende Überprüfung der Angebote unsererseits nicht möglich ist. Von einem etwaigen Unterrichtseinsatz hat die Lehrkraft das Angebot in eigener Verantwortung zu prüfen und ggf. Rücksprache mit der Schulleitung zu halten. Sofern das Angebot Werbung enthält, ist die Schulleitung stets einzubinden zwecks Erteilung einer Ausnahme vom schulischen Werbeverbot nach Art. 84 Abs. 1 Satz 2 BayEUG, § 2 Abs. 2 Satz 1 Nr. 4 BaySchO. Verarbeitet das Angebot personenbezogene Daten, ist der Datenschutzbeauftragte der Schule einzubinden. Grundsätzlich empfehlen wir, dass Schülerinnen und Schüler Webseiten aus dem Schulnetz heraus aufrufen, damit diese nicht ihre persönliche IP-Adresse an den externen Anbieter übermitteln.