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Lernvoraussetzungen und Sprachbegleitung

 

 

 

Die Feststellung der sprachlichen und fachlichen Lernvoraussetzung der Schülerinnen und Schüler ist die Grundlage einer bedarfsorientierten integrierten und additiven Sprachbildung und -förderung.

 

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Kennenlernphase zum Start ins Schuljahr

Zum Start ins Schuljahr hat es sich bewährt, sich Zeit für eine Kennenlernphase zu nehmen. So wird sowohl den Schülerinnen und Schülern als auch Ihnen als Lehrkraft ein schrittweises Ankommen und Kennenlernen ermöglicht. Durch Kennenlernübungen, Kurzinterviews, Sprech- und Schreibimpulse oder die Methode Sprachlernbiografie wird sowohl den Schülerinnen und Schülern als auch Ihnen als Lehrkraft ein schrittweises Ankommen ermöglicht. Indirekt erfahren Sie dabei erste Informationen über den (Sprach-)Lernstand Ihrer Schülerinnen und Schüler. Nachfolgend erhalten Sie zahlreiche methodisch-didaktische Anregungen sowohl zur verbalen als auch zur nonverbalen Ausgestaltung der Kennenlernphase.

Kennenlernphase

Klicken Sie auf die jeweilige Sprechblase, um die Audiobeiträge der Kolleginnen und Kollegen zu hören.

Methodisch-didaktische Anregungen zu Kennenlernübungen, Kurzinterviews, Sprech- und Schreibimpulsen und zur Methode Sprachlernbiografie

Kontinuierliche Sprachbegleitung

Klicken Sie auf die jeweilige Sprechblase, um die Audiobeiträge der Kolleginnen und Kollegen zu hören.

Grundlagen zur Feststellung der Lernvoraussetzungen

Man unterscheidet verschiedene Instrumente zur Feststellung der Lernvoraussetzungen, z. B. 

  • Screeningverfahren,
  • Beobachtungsverfahren 
  • (standardisierte) Tests wie DSD I PRO und
  • profilanalytische Verfahren.

Die Präsentation sowie das dazu passende Informationspapier liefern einen zusammenfassenden Überblick zur Feststellung der Lernvoraussetzungen Ihrer Schülerinnen und Schüler und enthalten weiterführende Links, die eine vertiefte Beschäftigung mit den einzelnen Bereichen ermögliche.

 

 

Präsentation zur Feststellung von Lernvoraussetzungen

Die Präsentation enthält ...

  • einen Überblick über mögliche Diagnoseinstrumente,
  • praktische Hinweise zur Erstellung eines Sprachtests,
  • Beispiele für Maßnahmen zur Sprachförderung und
  • allgemeine Informationen zur Sprachdiagnostik.

Informationspapier zur Feststellung von Lernvoraussetzungen

Das Informationspapier ist passend zur Präsentation gestaltet und steht auch in editierbarer Form zur Verfügung.

Bayernüberblick: voneinander lernen

Evidenzbasierte Methoden der Unterrichtsdiagnostik

Umfangreiche Informationen zur Unterrichtsdiagnostik, z. B.

  • Zielsetzung
  • Mehrwert
  • Gelingensfaktoren
  • Handlungsmöglichkeiten
  • etc.

Exemplarische Instrumente zur Feststellung der Lernvoraussetzungen

Für erfolgreiches Lernen ist eine optimale Passung notwendig. Dementsprechend sind die zur Verfügung gestellten Materialien individuell den Bedürfnissen und dem Ausbildungsberuf Ihrer Schülerinnen und Schüler anzupassen.

Diagramm auswerten

Diagramm auswerten steht auch als editierbare Worddatei zur Verfügung.

Ergänzende Medien:


Teilautomatisierte Lernstandsfeststellung zu bildungssprachlichen Strukturen

Beobachtungsbögen zur Feststellung der Lernvoraussetzungen

Sprachbegleitung durch gestufte Hilfen

Was sind gestufte Hilfen?

Gestufte Hilfen sind ein Ansatz, um der Heterogenität im Unterricht zu begegnen. Sie bieten inhaltliche und lernstrategische Hilfen an, damit Ihre Schülerinnen und Schüler zunehmend eigenverantwortlich lernen.

Was bedeutet dies für die Unterrichtsgestaltung? Methodisch-didaktische Ansätze hierfür sind u. a.:

  • Paraphrasierung: Sicherstellen, dass die Aufgabe verstanden worden ist.
  • Fokussierung: Wichtige Informationen werden hervorgehoben, Analogbeispiele oder Lösungsansätze werden gegeben.
  • Visualisierung: An geeigneter Stelle werden die Schülerinnen und Schüler aufgefordert, den behandelten Sachverhalt anhand einer Skizze zu visualisieren. Zur Vorentlastung kann auch die Lehrkraft Visualisierungen zur Unterstützung anbieten.
  • Vertiefung: Zusätzliche Hintergrundinformationen (z. B. Formeln, Gesetze, Daten) bereitstellen.
  • Verifikation: Eine oder mehrere Lösungen werden angeboten. Die Schülerinnen und Schüler vergleichen und kontrollieren ihre Ergebnisse selbst.

Aufgaben mit gestuften Lernhilfen zeichnen sich u. a. aus durch:

  • relativ komplexe Problemstellung
  • möglichst vielfältige Anwendungsbezüge
  • mehrschrittige Lösungswege

Kontinuierliche Sprachbegleitung anhand gestufter Hilfen ermöglicht u. a.:

  • zielorientierte Binnendifferenzierung
  • Selbstreflexion, -kontrolle und Verantwortung für den eigenen Lernprozess
  • hohe Schüleraktivität durch Sinnhaftigkeit und Relevanz der Sprachhandlungen

Sie können Ihren Schülerinnen und Schülern gestufte Hilfen in Form von z. B. Motivation, Rückmeldung, strategischen Impulsen geben sowie durch inhaltliche Tipps unterstützen. Auf der Seite Zentrum für Schulqualität und Lehrerbildung (ZSL) des Landes Baden-Württemberg werden die verschiedenen Formen von gestuften Hilfen exemplarisch erklärt. Weitere Informationen zu Aufgaben mit gestuften Lernhilfen liefert die Kultusministerkonferenz.